Gartenmaschinen fit für Frosttage machen

Motorwartung im Winter

Wenn die Gartensaison zu Ende geht und die Temperaturen sinken, ist es höchste Zeit, sich um die richtige Motorwartung im Winter zu kümmern. Die kalte Jahreszeit stellt besondere Anforderungen an die Pflege Ihrer Gartenmaschinen. Wer seine wertvollen Helfer wie Kettensägen, Hochdruckreiniger oder Häcksler über den Winter richtig vorbereitet, wird im Frühjahr mit einem problemlosen Start und einer längeren Lebensdauer belohnt. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihre Gartenmotoren optimal für die Wintermonate konservieren und vor Kälteschäden schützen.

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Warum ist die Motorwartung im Winter so wichtig?

Die meisten Gartenmaschinen verfügen über einen Verbrennungsmotor, der bei Nichtbenutzung und falscher Lagerung während der Wintermonate erheblichen Schaden nehmen kann. Ungeschützte Motoren sind besonders anfällig für:

Korrosion und Rostbildung: Feuchtigkeit in Kombination mit Kälte kann zu Rostbildung an Metallteilen führen. Dies betrifft nicht nur äußere Komponenten, sondern auch Kolben, Zylinderwände und andere innere Motorteile.

Kraftstoffprobleme: Benzin verliert mit der Zeit seine Qualität. Nach mehreren Monaten Standzeit können sich Verharzungen bilden, die den Vergaser verstopfen und zu Startschwierigkeiten führen können.

Batterieentladung: Bei elektrisch startenden Gartenmaschinen kann die Batterie durch die Kälte an Leistung verlieren oder komplett entladen werden.

Dichtungsschäden: Extreme Temperaturschwankungen können Gummidichtungen spröde werden lassen, was zu Undichtigkeiten führt.

Eine gründliche Motorwartung im Winter beugt diesen Problemen vor und sorgt dafür, dass Ihre Gartenmaschinen im Frühjahr wieder problemlos einsatzbereit sind. Untersuchungen zeigen, dass Geräte mit regelmäßiger Winterwartung eine bis zu 30% längere Lebensdauer aufweisen können.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur winterfesten Motorwartung

Um Ihre Gartenmotoren optimal auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten, sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

1. Gründliche Reinigung des Motors

Bevor Sie Ihren Motor einwintern, sollten Sie ihn gründlich von außen reinigen. Entfernen Sie Gras, Schmutz und sonstige Ablagerungen mit einer weichen Bürste oder einem Druckluft Reiniger. Achten Sie besonders auf die Kühlrippen und Lüftungsöffnungen, da verstopfte Kühlsysteme zu Überhitzung führen können. Verwenden Sie zur Reinigung keine Hochdruckreiniger, da diese Wasser in dichte Bereiche pressen können.

Für eine optimale Reinigung empfehlen Experten spezielle Motorreiniger Sprays, die Ölreste und Verkrustungen lösen, ohne empfindliche Teile anzugreifen. Nach der Reinigung sollten Sie den Motor vollständig trocknen lassen, bevor Sie mit der weiteren Wartung fortfahren.

2. Ölwechsel durchführen

Ein Ölwechsel vor dem Winter ist ein wesentlicher Bestandteil der Motorwartung im Winter. Gebrauchtes Öl enthält Säuren und Verunreinigungen, die während der Standzeit Motorteile angreifen können. Lassen Sie dazu den Motor kurz warmlaufen, um das Öl zu verflüssigen. Anschließend entfernen Sie den Ölablassstopfen und lassen das alte Öl in einen geeigneten Behälter ablaufen.

Füllen Sie nun frisches Motoröl für Gartengeräte gemäß den Herstellerangaben ein. Verwenden Sie dabei Öl mit der richtigen Viskosität für Ihre Maschine. Ein hochwertiges Öl bildet während der Winterpause einen Schutzfilm auf den Motorteilen und verhindert so Korrosionsbildung.

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In unserem Artikel „Das Herzstück Ihrer Gartenmaschinen pflegen“ finden Sie weitere wertvolle Tipps zur richtigen Motorpflege und Ölauswahl.

3. Kraftstoffsystem vorbereiten

Beim Kraftstoffsystem haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie entleeren den Tank vollständig oder Sie füllen ihn komplett auf und geben einen Kraftstoff Stabilisator hinzu.

Methode 1: Entleeren Sie den Tank vollständig und lassen Sie den Motor laufen, bis er von selbst ausgeht. Dadurch wird auch der Vergaser geleert, was Verharzungen vorbeugt.

Methode 2: Füllen Sie den Tank vollständig mit frischem Kraftstoff und einem Kraftstoffstabilisator gemäß Herstelleranweisung. Lassen Sie den Motor anschließend für etwa 10 Minuten laufen, damit der stabilisierte Kraftstoff durch das gesamte System zirkuliert.

Für Geräte mit Vergaser empfehlen wir zusätzlich die Anwendung eines speziellen Vergaserreiniger Sprays, um Ablagerungen zu entfernen und einen optimalen Motorlauf zu gewährleisten.

4. Zündkerze überprüfen und behandeln

Die Zündkerze ist ein wichtiger Teil der Motorwartung im Winter. Entfernen Sie die Zündkerze und prüfen Sie ihren Zustand. Ist sie verrußt oder abgenutzt, sollten Sie sie durch eine neue ersetzen. Hat die Zündkerze noch eine gute Qualität, können Sie sie mit einer Drahtbürste für Zündkerzen reinigen.

Um den Zylinder vor Korrosion zu schützen, geben Sie einen Teelöffel Motoröl in die Zündkerzenöffnung. Ziehen Sie langsam am Starterseil (bei ausgeschalteter Zündung), um das Öl im Zylinder zu verteilen. Anschließend setzen Sie die Zündkerze wieder ein, ohne sie komplett festzuziehen. Dies verhindert Feuchtigkeitseintritt, ermöglicht aber die Ausdehnung bei Temperaturunterschieden.

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5. Luftfilter reinigen oder ersetzen

Ein sauberer Luftfilter ist entscheidend für einen reibungslosen Motorstart im Frühjahr. Entfernen Sie den Luftfilter und überprüfen Sie seinen Zustand. Papierfilter können vorsichtig ausgeklopft werden, während Schaumstofffilter mit Seifenlauge gereinigt werden können. Lassen Sie den Filter vollständig trocknen, bevor Sie ihn wieder einsetzen.

Bei starker Verschmutzung oder Beschädigung sollten Sie den Filter durch einen neuen Luftfilter für Gartengeräte ersetzen. Ein sauberer Luftfilter verhindert, dass Staub in den Motor gelangt und gewährleistet eine optimale Luftzufuhr beim nächsten Start.

Spezielle Winterschutzmaßnahmen für verschiedene Motortypen

Je nach Art Ihrer Gartenmaschinen gibt es spezifische Maßnahmen, die Sie bei der Motorwartung im Winter beachten sollten:

Zweitaktmotoren (Kettensägen, Trimmer)

Zweitaktmotoren sind besonders anfällig für Kraftstoffrückstände, da das Benzin-Öl-Gemisch schneller altert. Leeren Sie bei diesen Geräten immer den Tank vollständig. Zusätzlich ist es ratsam, nach der Saison den Vergaser zu reinigen, um Ablagerungen zu entfernen. Vergewissern Sie sich, dass die Kettenschmierung bei Kettensägen geleert ist, da Öl bei Kälte eindicken kann.

Viertaktmotoren (Rasenmäher, Häcksler)

Bei Viertaktmotoren ist der Ölwechsel vor dem Winter besonders wichtig. Achten Sie auch auf den Zustand der Kurbelwellendichtungen, da diese bei Kälte spröde werden können. Manche Experten empfehlen, den Motor alle 4-6 Wochen während der Winterpause kurz (5-10 Minuten) laufen zu lassen, um innere Bauteile mit Öl zu benetzen.

Elektromotoren (Elektro-Hochdruckreiniger)

Auch Elektromotoren benötigen Winterschutz. Entfernen Sie Feuchtigkeit mit einem trockenen Tuch und behandeln Sie bewegliche Teile mit Kriechöl Spray. Achten Sie besonders darauf, dass keine Feuchtigkeit in die elektrischen Komponenten eindringen kann. Batterien sollten entfernt und in einem frostfreien Raum gelagert werden.

Richtige Lagerung nach der Motorwartung im Winter

Nach der gründlichen Motorwartung im Winter ist die richtige Lagerung entscheidend für den Erhalt Ihrer Gartenmaschinen:

Lagerort: Wählen Sie einen trockenen, frostfreien Raum mit konstanter Temperatur. Garagen oder Schuppen ohne Heizung sind oft nicht ideal, da Temperaturschwankungen und Kondenswasserbildung auftreten können.

Abdeckung: Schützen Sie Ihre Geräte mit einer atmungsaktiven Geräteabdeckung. Plastikplanen sind weniger geeignet, da sie Kondenswasser einschließen können.

Position: Lagern Sie Motorgeräte wenn möglich in aufrechter Position, um Auslaufen von Flüssigkeiten zu vermeiden. Bei manchen Geräten (z.B. Rasenmähern) kann eine leichte Neigung sinnvoll sein, um Druck von Ventilen zu nehmen.

Bodenkontakt: Stellen Sie die Maschinen nicht direkt auf Betonböden, da diese Feuchtigkeit abgeben können. Verwenden Sie stattdessen Holzpaletten oder Gummimatten als Unterlage.

Durch unseren umfassenden „Frühjahrscheck für Gartenmotoren“ erfahren Sie, wie Sie Ihre Gartenmaschinen nach dem Winter wieder optimal in Betrieb nehmen.

Fazit: Professionelle Motorwartung im Winter zahlt sich aus

Eine sorgfältige Motorwartung im Winter ist eine Investition in die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit Ihrer Gartenmaschinen. Mit dem richtigen Vorgehen bei der Reinigung, dem Ölwechsel, der Kraftstoffbehandlung und dem Schutz empfindlicher Komponenten vermeiden Sie kostspielige Reparaturen und Neuanschaffungen.

Planen Sie etwa 1-2 Stunden pro Maschine für eine gründliche Winterwartung ein. Diese Zeit ist gut investiert, denn gut gewartete Motoren starten im Frühjahr problemlos und haben eine deutlich längere Lebensdauer. Wer sich nicht sicher ist oder komplexere Geräte besitzt, sollte einen professionellen Service in Betracht ziehen.

Mit unseren Tipps zur Motorwartung im Winter sind Ihre Gartenmaschinen optimal geschützt und Sie können sich auf einen reibungslosen Start in die neue Gartensaison freuen.

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